Was ich aus neun Produktionsanwendungen mit Claude Code gelernt habe

Ich berichte von meinen Erfahrungen mit Claude Code in neun Produktionsanwendungen seit Juli 2025: Cloud-Microservices mit Kotlin, Java-Monolithen, Web-Anwendungen, mobile App und Marketing-Webseiten. Vier dieser Projekte waren neu.

Was habe ich gelernt? Für uns Enterprise-Entwickler bedeutet Agentic AI, viele "Junior-Ichs" anzuleiten, die den Großteil unserer Arbeit übernehmen können. Und das ist mehr als nur Code zu schreiben!

Wie alle Junior-Entwickler müssen wir die AI einarbeiten, ihre Pläne prüfen und ihr beibringen, wann sie tatsächlich fertig ist. Anders als wir vergisst die AI aber leider alles, was wir ihr sagen – und lernt auch nichts von ihrer Arbeit für uns.

Best Practices:
  • AI-Onboarding mit "PRD.md" für "Was & wie" einer App, "CLAUDE.md/AGENT.md" für "Bauen, testen, deployen, konfigurieren" & "Immer/nie tun"
  • Bei nicht-trivialen Aufgaben Plan der AI prüfen
  • AI checkt ihre Ergebnisse möglichst selbst (Tests, Webseite, ...)
  • Häufige Workflows als Custom Commands durch AI erledigen lassen
Erfahrungen:
  • AI anleiten = "Programmieren in Englisch"
  • AI-Instanzen managen macht mich zum AI-Teamleiter
Karsten Silz Karsten Silz arbeitet seit 26 Jahren als Full-Stack-Java-Entwickler in Europa und den USA. Als Mitgründer leitete er 13 Jahre lang die Produktentwicklung eines Software-Produkt-Start-ups in den USA, das 2016 erfolgreich verkauft wurde. Im Jahr 2020 war er Mitgründer eines SaaS-Start-ups in England. Er ist seit 2003 auch Freiberufler. Seit Mai 2025 arbeitet er für atra.consulting.