Leitplanken für Coding Agents: Wie Harness Engineering die Softwarequalität sichert

Coding Agents generieren in kürzester Zeit tausende Zeilen Code und verschieben das Bottleneck der Softwareentwicklung vom reinen Programmieren hin zur Qualitätssicherung und Systemarchitektur. Wenn manuelles Code-Review aufgrund der schieren Menge nicht mehr skaliert, erfordert dies eine Anpassung der Entwicklerrolle: Die Verantwortung verlagert sich in den Bau robuster Umgebungen, in denen Agenten verlässlich operieren können.

Ein produktiver Agent besteht heute nicht mehr nur aus einem Modell, sondern aus der Gleichung: Agent = Model + Harness.

In diesem Vortrag beleuchte ich das Konzept des Harness Engineering im Detail und zeige auf, wie sich Coding Agenten durch strukturierte Leitplanken steuern lassen.

Ich stelle konkrete Techniken vor und unterscheide dabei zwischen proaktiven (Guidelines) und reaktiven (Feedbacks) Mechanismen. Anhand von Praxisbeispielen demonstriere ich die Implementierung von schnellen, deterministischen Checks (wie Linter und Architektur-Tests) sowie den Einsatz semantischer, KI-gestützter Prüfungen(LLM as a judge). Der Vortrag kombiniert konzeptionelle Grundlagen mit konkreten Praxisbeispielen aus dem Entwicklungsalltag.

Zuhörer befähigen, eigene Agenten-Harnesses zu entwerfen, um die Kontrolle über KI-generierten Code zu behalten und Qualität systemisch sicherzustellen.
Benjamin Font Pera Benjamin Font Pera ist GenAI Consultant bei der codecentric AG mit Fokus auf AI Coaching und nachhaltige AI-Adoption in Softwareteams. Er begleitet Organisationen von der Einführung neuer AI-gestützter Arbeitsweisen bis zur konkreten technischen Umsetzung. Dabei verbindet er Coaching-Erfahrung mit praktischer Beratungserfahrung in der Entwicklung von GenAI-Lösungen.